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Elektronisches Schlagzeug
Elektronisches Schlagzeug
Elektronische Schlaginstrumente nehmen die durch physische Schläge erzeugten Vibrationssignale auf, lösen sie aus und leiten sie an eine Schallquelle weiter. Die Schallquelle wandelt die Signale in den gewünschten Klang um, der dann an einen Verstärker oder Kopfhörer übertragen wird, um einen für das menschliche Ohr hörbaren Ton zu erzeugen. Produkte, die diesen Prozess beherrschen, werden zusammenfassend als elektronische Schlaginstrumente bezeichnet. Eine elektronische Trommel ist eigentlich keine Trommel, sondern ein Sensor – ein Auslöser –, der Signale empfängt. Eine elektronische Trommel muss in Verbindung mit einem Modul und einem Ausgabegerät verwendet werden, um den gewünschten Klang zu erzeugen.
1. Traditioneller elektronischer Resonanzkörper aus Gummi
Ob Trommel oder Becken, sie bestehen aus demselben Material, nur ihr Aussehen kann unterschiedlich sein. Das Material der Decke ist immer Gummi. Bekannte Marken sind unter anderem: YAMAHA, ROLAND, SIMMONS und PEARL.

2. Externer Sensortyp
Traditionelle Jazz-Schlagzeuge verfügen typischerweise über einen Sensor – einen sogenannten Ticker –, der am Rand der Trommel angebracht ist. Dieser Ticker ist eine kleine, separate Einheit, die nicht Teil des Trommelfells ist und einem Mikrofon ähnelt. Diese Konstruktion erhält den ursprünglichen Trommelklang und ermöglicht es dem Ticker gleichzeitig, andere Geräusche aufzunehmen, wodurch ein Dual-Firing-Effekt entsteht. Eine bekannte Marke ist DDRUM. In den letzten Jahren hat DDRUM zudem stark in die Entwicklung seines Modells (Typ 4) investiert und konkurriert damit mit ROLAND.
3. All-in-One-Typ
Diese multifunktionalen All-in-One-Modelle ähneln Nachttisch-Stereoanlagen und verfügen über integrierte Schlagzeugfelle und eine Klangquelle. Das Gerät ist etwa so groß wie ein Kissen und lässt sich einfach anschließen und sofort loslegen. Zu den Vorteilen zählen der Verzicht auf Kaskadierung, die Tragbarkeit, der direkte Anschluss an Lautsprecher und der geringe Platzbedarf neben einem traditionellen Jazz-Schlagzeug. Sie sind üblicherweise mit 4–8 Schlagzeugfellen ausgestattet und in vielen Marken und Modellen erhältlich. Das 8-Drum-Schlagzeug von ROLAND (SPD-Serie) zählt zu den meistverkauften Modellen überhaupt. Ein Nachteil ist die etwas unpräzise Anschlagdynamik des Triggers und die nicht ganz feine Unterscheidung zwischen leichten und kräftigen Schlägen.
4. Trommelfellsimulation und Multisensor-Typ
Die Simulation von Drumheads (auch Mesh-Drumheads genannt) ist aktuell der neueste Trend in der Schlagzeugtechnik. Mesh-Drumheads vereinen die Texturen von Drumheads und Triggern. Die Lautstärke beim Anschlagen eines Mesh-Drumheads ist nicht nur geringer als bei einem herkömmlichen Gummifell, sondern Schlagzeuger können auch die Spannung individuell anpassen. Es kann sogar die feinen Nuancen handgefertigter Drum-Besen und -Wirbel nachbilden, und da mehrere Trigger in einem einzigen Panel integriert sind, lässt sich der Effekt eines Drumframes simulieren. Aktuell ist die V-DRUM-Serie von ROLAND ein Paradebeispiel für ein High-End-Produkt. Elektronische Drumsets sind leicht, kompakt und einfach auf- und abzubauen, was sie transportfreundlich und schnell einsatzbereit macht. Neue Trigger-Einheiten können nach den Wünschen der Schlagzeuger entwickelt werden, oder akustische Drums lassen sich in elektronische Drumsets umwandeln.
Neben Rolands V-Drum-Serie bietet der internationale Markt auch einige hochwertige E-Drumsets, die es Schlagzeugern ermöglichen, die Felle frei zu wechseln. Ob Gummi-, Mesh- oder traditionelles Schlagzeugfell – solange die Größe übereinstimmt, kann der Schlagzeuger es am E-Drumset anbringen und die Dual-Sensing-Funktion (Fell und Rahmen) nutzen. Beispiele hierfür sind das Drumit 5 des schwedischen Unternehmens 2Box (2009) und das ePro Live von Pearl (2011).



